Tischfussball
Die Bundesliga im Miniformat – Anfänge im Tischfußball
Beim Stichwort Tischfussball denken Sie bestimmt in erster Linie an den beliebten Fußballtisch, wie er seit Jahrzehnten in vielen Kneipen Deutschlands bespielt wird. Es handelt sich hier in der Regel um einen Holztisch mit acht Metallstangen an denen die einzelnen Spielfiguren montiert sind.
Jede Mannschaft besteht natürlich aus elf Spielern, die wie folgt angeordnet sind. Jeweils ein Torwart, danach zwei Spieler zu Verteidigung, fünf Mittelfeldspieler und drei Spielfiguren, welche den Angriff vor dem gegnerischen Tor vornehmen.
In dieser Form gibt es den landläufig „Kicker“ genannten Spieltisch bereits seit den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Schnell erlangte das Spiel, dessen erste Ausführung dem Franzosen Lucien Rosengart zugeschrieben wird, im europäischen Raum eine zunehmende Beliebtheit. Die Folge waren konkrete Regeln im Spielablauf und die Austragung von richtigen Turnieren.
In Deutschland bildete sich in den darauffolgenden Jahrzehnten sogar ein Pendant zur „echten“ Bundesliga heraus und die Spieler schlossen sich gemäß der großen Vorbilder zu richtigen Vereinen zusammen. 1969 wurde dann der DTFB gegründet – der Deutsche Tischfußball Bund. Dieser fungiert als Dachverband der untergeordneten Ligen und Vereine genau wie der DFB.
Sie sehen also, es steckt durchaus eine Ernsthaftigkeit hinter dem Tischfußball. Dies ging im Jahre 2002 so weit, dass eine weltweite Dachorganisation gegründet wurde, nämlich die ITSF – die International Table Soccer Federation. Erklärtes Ziel der ITSF ist es, die Spielregeln, sowie die Fußballtische in einheitliche Normen zu bringen, um im weltweiten Turnierbetrieb stets für gleiche Voraussetzungen zu sorgen.
Ein zweite Art Tischfussball
Ebenfalls bereits in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte der Stuttgarter Karl Mayer eine Spielfigur mit einem kleinen Knopf am Kopf, durch dessen Drücken das rechte Bein der Spielfigur nach vorne bewegt wurde – die Geburtsstunde des mindestens ebenso beliebten „Tipp-Kick“ Tischfussballs hatte geschlagen.
Lizenzerwerber Edwin Mieg entwickelte Tipp-Kick ab den Dreißiger Jahren zu einem wahren Massenphänomen auf der Beliebtheitsskale der Käufer. Das Unternehmen wird in Familientradition bis heute fortgeführt. Wesentlicher Unterschied zum Tischfussball Kicker ist die Beweglichkeit der Figuren auf dem Spielfeld, welches im Maßstab 1:100 dem Aufbau eines normalen Fußballfeldes entspricht. Ebenso anders ist die Benutzung von jeweils nur einem Feldspieler je Spielzug.
Ferner wird ein 12-eckiger „Ball“ benutzt, der den Aktionsradius auf dem verkleinerten Spielfeld besser halten kann. Auch bei dieser Variante gibt es strenge Spielregeln und selbstverständlich auch einen Dachverband. Für Tipp-Kick Tischfußball heißt er DTKV – Deutscher Tipp-Kick-Verband. Die einzelnen Vereine sind organisiert in der Ersten und Zweiten Bundesliga, Regionalligen und so fort. Also auch hier eine starke Anlehnung an die großen Vorbilder.
Tischfußball für daheim
Man muß kein Profiballkünstler sein, um am Kicker oder beim Tipp-Kick seinen Spaß zu haben. Im Hobbykeller wird auch alles nicht so eng gesehen. Man kann eigene Spielregeln aufstellen und hat im nu einen kurzweiligen Zeitvertreib für sämtliche Generationen parat. Auch sind hochwertige Fussballtische von etablierten deutschen Markenherstellern wie Leonhart Tischfussball oder Ullrich Tischfussball sowie von der österreichichen Firma Garlando Tischfussball auch für die Verwendung zu Hause erhältlich.
Der Sieg über die andere Mannschaft kann bei einem Bier lässig in der Kneipe an der Ecke gefeiert werden und nicht selten findet dort auch gleich das heißumkämpfte „Rückspiel“ im Tischfussball statt.




























